Klimatheologie

Karl Rahner hat mit seiner anthropologischen Wende im 20. Jahrhundert die Theologie revolutioniert. Heute, in den Katastrophen des 21. Jahrhunderts, brauchen wir eine terrestrische (= erdbezogene) Wende der Theologie – einen fundamentalen „Material turn“ auch ihrer wissenschaftlichen Diskurse.

Silvester 2023

Und wieder geht ein Jahr zuende, in dem „Lebenszeit” auf „Weltzeit” (Hans Blumenberg) traf. Ein Jahr der geopolitischen Zeitenwende, das doch eigentlich ein Jahr der klimapolitischen Wendezeit hätte sein müssen. Kirchlich gesprochen ging es um den Scheideweg zwischen Klerikalismus und Synodalität. Die Krisen unserer Zeit haben sich auch in die persönlichen Erinnerungsbilder dieses Jahres eingeschrieben: Weltpolitik trifft Tschurtschenthalerstraße.

Wintersonnenwende

Ich bin ein sonnenhungriger Mensch. Der Sommer ist auch für mich die „natürliche, die eigentlich normale Jahreszeit, so, wie es immer sein sollte, aber in unseren Breiten halt nur für ein paar Monate ist“ (Rainer Bucher). Alles andere ist existenziell begründungspflichtig. Deshalb ist das Schönste an Weihnachten für mich auch, dass die Tage von nun an wieder länger werden. Sukzessive: Mehr Licht. Irgendwann kann man dann wieder ohne Jacke aus dem Haus gehen – der beste Tag im Jahr!

Warum diese Website?

Theo-Blog als diskursives Tagebuch. Öffentliche Theologie. Es ist mir wichtig, mit ‚meiner‘ Theologie im Netz präsent zu sein: auf der offiziellen Münsteraner Universitätshomepage, mit Posts auf Instagram (für die Jüngeren) und auf Facebook (für die Älteren), mit Erklärvideos zu Themen wie Genderfragen, Kirchendemokratie oder Heimatdiskursen sowie Interviews („Auf ein Bier mit…) mit nachdenklichen Snowboardprofis, protestierenden Ordensfrauen oder theologiestudierenden Kasinocroupiers auf Youtube („Theologie am Andersort”).